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Die
Schmerzklinik ist nach § 40 SGB V von allen gesetzlichen Krankenkassen als Rehabilitationseinrichtung anerkannt und auch beihilfefähig.

Schmerzproblem

Wenn Sie ein Schmerzproblem haben, sollten Sie einen Facharzt mit der Zusatzbezeichnung "Spezielle Schmerztherapie" aufsuchen. Adressen in Ihrer Nähe erfahren Sie von der zuständigen Bezirksärztekammer. Wenn Sie diesbezüglich dennoch nicht weiterkommen, so schicken Sie uns einfach ein E-Mail, von uns erhalten Sie Antwort.

Nach einer Studie der Weltgesundheitsorganisation gaben 30% der Befragten an, daß sie im zurückliegenden Jahr mindestens sechs Monate lang "die meiste Zeit" ein Schmerzproblem hatte. Neben dem Leid der Betroffenen verursachen chron ische Schmer zen enorme volkswirtschaftliche Kosten. Allein die schmerzbedingten Arbeitsausfälle summieren sich in Deutschland innerhalb eines Jahres auf ca. 20 Milliarden Euro.

Anhal tende Schmer zen werden früher oder später zu einem ernsthaften Schmerzproblem.

Die Behandlung von chronischen Schmerzen wirft erhebliche diagnostische (= Erkundung der Schmerzursache), sozialmedizinische (vor allem arbeitsmedizinische) und therapeutische Probleme (Schmerzproblem) auf. Die chronischen Schmer zen werden mit der Zeit zu einem zunehmend eigenständigen Krankheitsbild ("Schmerzkrankheit"), das die körperlichen, seelischen und sozialen Fähigkeiten des Patienten zunehmend einschränkt.

Bei chronischen Schmer zen kommt es häufiger zu einer Entkopplung der Schmer zen von der Gewebsschädigung bzw. es gibt keine nachweisbare primäre Gewebsschädigung.
Ein Beispiel hierfür sind persistierende (= anhaltende) Schmer zen nach einer „gelungenen“ Diskektom ie (= eine Bandschei ben-Operation), d.h. ein Postdiskektomiesyndrom.
Als weiteres Beispiel für Schmer zen ohne ein entsprechendes somatisches (= körperliches) Korrelat sei hier die somatofo rme Schmerzstörung genannt. Neuere Daten weisen darauf hin, daß 12 Millionen Bundesbürger in ihrem Leben zumindest vorübergehend unter einer somatoformen Schmerzstörung leiden!

Ein Schmerzproblem kann aufgrund der Beeinträchtigung sowohl körperlicher als auch seelischer und sozialer Fähigkeiten nur durch ein multimodales Therapiekonzept gelöst werden. Dieses beinhaltet u. a.:

  1. Information über die Erkrankung
  2. Medikamentöse Behandlung (u.a. Schmerzmittel, evtl. auch Spasmolytika (= krampflösende Mittel), schmerzlindernde Psychopharmaka, auch als Infusionen, individuell ausgetestet)
  3. Therapeutische Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel) in Form von Infiltrationen und Nervenblockaden, evtl. rückenmarknahe Blockaden, auch kontinuierlich mit Katheter
  4. Physiotherapie (Krankengymnastik und andere Anwendungen) bei Funktionseinbußen
  5. Akupunktur
  6. TENS-Therapie (schmerzlindernde elektrische Ströme, die von einem kleinen tragbaren Gerät abgegeben werden)
  7. Psychologische Therapieverfahren (bes. Entspannungsverfahren und Schmerzbewältigungstraining)
  8. Bei Beteiligung der Wirbelsäule auch Chirotherapie
  9. evtl. diätetische Maßnahmen entspr. der Grundkrankheit

Ein länger bestehendes Schmerzproblem wird man nur in wenigen Fällen ambulant in den Griff bekommen. Eine Schmerzklinik, die sich an den Inhalten der speziellen Schmerztherapie orientiert, bietet die besten Voraussetzungen, ein Schmerzproblem nachhaltig zu lösen.

Laut den Ausführungen des Bundesministeriums für Gesundheit haben seit dem 1.4.2007 alle gesetzlich versicherte Personen einen Rechtsanspruch auf eine Rehabilitation und können sich ihre Rehabilitationseinrichtung sogar selbst aussuchen. Quelle: Web-Seite der Bundesregierung und Brief des Bundesgesundheitsministeriums an die Sozialministerien der Länder als Aufsichtsbehörde der gesetzlichen Krankenkassen.

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Eine Auswahl weiterer Schmerzthemen
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Aktualisiert: >05.06.2008</> kusb&
A
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F Fersenbein (www.fersenbein.de), Fortbildung Spezielle Schmerztherapie, Fortbildung Anästhesie und Schmerztherapie (www.anaesthesie-cme.de)
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